Projektschwerpunkt „Unterbrecherkontakt“

    Problemaufriß:

    Young- und Oldtimer verfügen über kontaktgesteuerte Zündanlagen, deren primäres Verschleißteil der Unterbrecherkontakt ist. Hier kommt es durch einen trotz parallel geschaltetem Kondensator zu Funkenabrissen beim Öffnen der Kontakte mit Verschleiß /Abbrand der Kotaktflächen. Ebenso nutzt sich der Kunststoffnocken, der das Kontaktöffnen bewerkstelligt, ab. Da es diese Verschleißteile immer weniger nachzukaufen gibt, werden die Kontakte häufig nicht mehr regelmäßig ersetzt oder aber provisorisch instandgesetzt (Abfeilen der dann nicht mehr gehärteten Kontaktflächen; häufiges Nachjustieren). Damit kommt es zunehmend im Fahrbetrieb zu Ungenauigkeiten hinsichtlich des tatsächlichen Zündzeitpunktes mit der Folge eines erhöhten Motorverschleißes und vor allem einer erhöhten HC-Abgasemission aufgrund einer sehr unvollkommenen Verbrennung.

    Projektinhalt:

    • Refitting der Unterbrecherkontakte durch
    • Spanende Glättung der Kontakflächen zur Wiederherstellung von Parallelität;
    • Aufbringen einer Chrom-Vanadium-Schicht als Vershleißschutz
    • Erstellen eines neuen Antriebsnocens als 3-D-Druckteil;
    • Erprobung im Fahrzeug

    Projekterprobung:

    Zur Projekterprobung wurden zunächst die Unterbrecherkontakte bei einem Volvo 244 DL (Bj. 1974) und eines Chevrolet V8 (Bj. 1928) einem Refitting-Prozess unterzogen. Bei beiden Fahrzeugen wurde vorab über eine Laufleistung von 1.000 Km jeweils im Abstand von 100 Km der HC-Wert und tatsächliche Zündzeitpunkt ermittelt. Der Test am Chevrolet V8 läuft noch, am Volvo 244 DL konnte festgestellt werden, dass nach einem zweiten 1000 Km - Test der Zündzeitpunkt konstant blieb (vorher 4 Grad Abweichung) und die HC-Emission nach Testende damit um 17 % Prozent reduziert werden konnte.

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